“Mir kam die Trennung zwischen Arbeit und Leben schon immer merkwürdig vor. Arbeit gehört zum Leben, ist Teilmenge davon und mitnichten Gegensatz.” – Kommentar von Stephan List auf Interessante Zeiten zum Beitrag “Leben in Balance” in Jo´s Jobwelt
Work-Life-Balance
Am W und am L habe ich bis jetzt auf diese Weise noch nicht herumgedacht, weil ich mich hauptsächlich immer am B aufhänge. Ein schönes Wort, das im Moment für jedes und alles herhält und als magische Formel suggeriert, dass es da einen Trick gäbe, der dazu führt, ohne Abstriche sämtliche Anforderungen, die das Leben an uns stellt, besser, entspannter, müheloser, lockerer zu erfüllen und dabei zu genießen, gar im Bedarfsfall aus 24 Stunden 48 zu machen und uns dabei optimal wohl in unserer Haut zu fühlen. Die Sehnsucht danach kann ich gut verstehen. Sie ist wohl auch der wesentlich Erfolgstreiber für die dazu passenden, “richtigen” Produkte – Joghurt, leichte Schokolade, Balance-Kaffee ….
Auch die stärkste Wippe bricht irgendwann unter der Last an beiden Enden zusammen, wenn man zu viel draufpackt. Manchmal fragt mich jemand, wie er beidseitiges Übergewicht besser balancieren könne.
Erfüllung der Sehnsüchte? Das Leben ist nicht mühelos, ganz im Gegenteil. Und man kann auch nicht alles haben und dabei glücklich aussehen und alles im Griff haben. Und 24 Stunden lassen sich nicht durch Tricks verlängern. Und oftmals ist es so, dass die Entscheidung für etwas die Entscheidung gegen etwas anderes bedeutet. Wir sind Menschen und unterliegen Grenzen, die nicht dauerhaft überschreitbar sind. Oder wie Jo schrieb: “Man kann nun mal nicht vier Kinder großziehen, regelmäßig Freunde treffen, den Marathon unter 3:30 Stunden laufen und eine steile Karriere machen. ”
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