30.07.2005, 12:19
abgelegt unter: grobe Vereinfachung
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Wasser auf meine Mühlen und ein Lesevergnügen dazu! Thomas Knüwer beschäftigt sich auf Indiskretion Ehrensache mit dem intellektuellen Nährwert von Bestsellern aus der Management-Bücherecke und konstatiert :
“Es ist merkwürdig, wem Führungskräfte zutrauen, ihnen helfen zu können.”
Gerold Braun klärt nach Durchführung einer eigenen Mini-Umfrage unter Führungskräften das Phänomen:
“Es sind Leute, die gerne schneller, einfacher mehr Erfolg hätten. Leute die glauben, dass es Königswege gäbe, um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen, oder im Geschäftsleben an Aufträge, Kunden. Leute, die an Zaubertricks glauben.
Diejenigen, die bereits sind, für ihren Erfolg hart zu arbeiten, die wissen auch, dass mehr Erfolg auch mit mehr Konflikten, mehr (schweren) Entscheidungen, mehr Verantwortung bezahlt wird. Diese Leute können mit den einfach-Rezepten dieser Bücher nichts anfangen.”
Marcel Widmer gibt in der Folge seinen eigenen Standpunkt bekannt. Dabei erwärme ich mich besonders für
“Zu glauben, dass ich das Verhalten anderernachäffennachahmen kann, und damit die gleiche Wirkung bei mir erzielen kann, ist a) realitätsfremd und b) nicht das, was ich in meinem Leben anstrebe. “
Vielleicht ist diese Form von Bücherlesen aber auch gar nicht Glaube, sondern Workaround für ein Eingeständnis von Hilflosigkeit. Nachdem mir neulich ein keinesfalls Einfältiger an die 15 solcher Bücher auf den Tisch gepackt hat, die er gelesen hat, ohne das Problem adäquat lösen zu können, denke ich das.
entdeckt via Jobblog
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