Einer Studie der israelischen Wissenschaftler um Sharon Toker zufolge reagieren die Immunsysteme von Frauen und Männern unterschiedlich auf Depression und Burnout. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll bei Frauen in bezug auf Burnout erhöht sein, bei Männern bei der Depression (auch das Schlaganfall-Risiko). Bei Männern sei kein Zusammenhang mit Burnout festzustellen.
Quelle: wissenschaft.de:
“Depression definierten die Wissenschaftler als ein Leiden, das alles Lebensbereiche betrifft, während sich das “Burn-out”-Syndrom nur auf niedrige Energiereserven am Arbeitsplatz bezog. Nachdem sie alle anderen Risikofaktoren herausgerechnet hatten, stellten sie fest, dass Depressionen bei Männern und das “Burn-out”-Syndrom bei Frauen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall erhöht. Die Forscher schließen aus dieser Beobachtung, dass die Geschlechter unterschiedlich auf Stress reagieren. “
Die definitorischen Abgrenzungen, so wie sie hier zu lesen sind, finde ich fragwürdig, zumal stark-Burnout-Betroffene beiderlei Geschlechts depressive Symptome aufweisen und niedrige Energiereserven sich mit dem Feierabend nicht einfach wegmachen lassen. Insofern sollten m.E. die abgeleiteten Schlußfolgerungen vorsichtig behandelt werden. Da sich alles hier auf eine Sekundärquelle bezieht und ich die Studie selbst bislang nicht gelesen habe, kann ich nicht beurteilen, wie die Abgrenzung und Operationalisierung der Konstrukte dort erfolgt ist.
Wichtig finde ich das hier:
“Auch belege die Studie den direkten Zusammenhang zwischen emotionalem Zustand und dem Gesundheitsrisiko eines Patienten.”
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Burnout
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