Hubert Neupers Erfahrungen
16.01.2006, 08:37
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Im Rahmen eines Artikels über den Ex-Skispringer Hubert Neuper (War auf kurier.at. Leider nicht mehr online) ist folgendes zu lesen:

“2003 forderten Körper und Geist ihren Tribut für jahrelangen “Raubbau”. Neuper zog sich wegen eines Burn-out-Syndroms für ein halbes Jahr völlig zurück. “In den USA habe ich mein Leben wieder in Ordnung gebracht”, sagt der 45-Jährige und sieht die Negativa rückblickend sogar positiv. “Das sind jene Dinge, die einem in der persönlichen Entwicklung weiterhelfen.” Neuper hat seine Erlebnisse in einem Buch (“Flatline”) aufgearbeitet und in Vorträgen darüber berichtet.”



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Burnout und die Jurisprudenz
9.01.2006, 19:03
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In bezug auf Schäden aufgrund menschlichen Versagens in Zusammenhang mit Burn-out-Syndrom sind noch nicht allzu viele gerichtliche Verfahren und Entscheidungen bekannt geworden (Es gibt sie aber, weswegen ich nach wie vor anstrebe, mal an einen Juristen zu geraten, der kooperationsinteressiert ist und sich mit der Thematik beschäftigen möge. Siehe hier und RUF! MICH! AN! :-)).

Diesen Fall eines Haftrichters mit Burnout-Syndrom finde ich spannend. Zu ihm ist auch eine Meldung der Bundesvereinigung der Fachanwälte für Strafrecht e.V. ( BdFfS )erschienen, aus der ich kurz das Fazit zitiere:

“Das Erschreckende dieses Falles ist, dass die Staatsanwaltschaft in dem Einstellungsbescheid in dem Verfahren gegen den Richter mitgeteilt hat, dass seinen Mitarbeitern im Amtsgericht aufgefallen ist, dass er unkonzentriert und überlastet war und dass in seinem Dienstzimmer chaotische Zustände geherrscht hätten, so dass man vermuten muss, dass man in diesem Amtsgericht in Kauf genommen hat, dass eine schuldunfähige Person über die Freiheit von Menschen entscheidet.

Man mag nur hoffen, dass es sich um einen unrühmlichen Einzelfall gehandelt hat.”

Nach allem was ich weiß mag man da vergeblich hoffen. Ich möchte an der Stelle auch darauf hinweisen, dass nicht nur Juristen, sondern auch andere Berufsgruppen mit viel Verantwortung in eine solche Krise geraten können (Nachtrag 10.1.: und dass es nicht unüblich ist, dass weggeschaut wird). Über die Sachlage bei den Medizinern und Lehrern beispielsweise habe ich auf dem Blog schon einige Male geschrieben. Weiterführen könnte man über Broker, Piloten, Vorstände etc….

Deswegen wäre mein Vorschlag, nicht länger untätig zu hoffen und den Kopf in den Sand stecken zu mögen, sondern so langsam mal auf breiterer Front aktiv in Prävention und Risikomanagement einzusteigen!

Danke für den Hinweis an Jan Theofel



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Vorgesetztenbericht über Burnout bei Mitarbeitern
4.10.2005, 17:14
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Das Schweizer Not InVisible-Blog hat mich freundlicherweise im Zusammenhang mit einem Bericht über Burnout beim Mitarbeiter verlinkt und damit auf den Beitrag aufmerksam gemacht (Vielen Dank!). Das möchte ich natürlich hier nicht vorenthalten. Wirft es doch auch ein Licht darauf, warum Führungskräfteberatung im Zusammenhang mit Burnout sinnvoll und angebracht ist:

Burnout beim Mitarbeiter von Daniela Vogt



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Ricky Martin über Burn-out-Erfahrung
31.08.2005, 20:33
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Irelandonline-Breaking News von vorgestern: “I quit music to keep myself sane” – Popstar Ricky Martin über die Hintergründe der abrupten Beendigung seiner Karriere vor fünf Jahren.

“I was so tired, so burnt out. I don’t know if it was a breakdown, but I probably would have had one if I hadn’t stopped that day.

“I was onstage in front of 25,000 people and I wasn’t enjoying it. The applause wasn’t bringing me a rush. As a matter of fact, it disgusted me. I was completely disorientated.”

Jetzt kommt er wieder. Im Oktober kommt sein neues Album raus.

gesehen auf N24 von Jan Theofel. Danke!



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Keith über Burnout
29.06.2005, 13:26
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Burnout in der Blogosphere! Auf to-done.com hat Keith vor einigen Tagen einen Beitrag- über “how to deal with Burnout” gebloggt, der seine persönliche Hausapotheke enthält: Lernen, Burnout zu erkennen, frei nehmen, schlafen, spielen, essen, an etwas anderes arbeiten und an etwas arbeiten, das man gern macht. Viele Kommentatoren haben höchst interessante eigene Gedanken beigesteuert.

In den letzten Tagen wurde ich medienseitig zweimal gefragt, warum denn in Amerika alles anders und besser, die Menschen dort gesünder und/oder motivierter seinen als die Europäer (Und ich habe meine Zweifel angemeldet, dass dem so ist). In dem Zusammenhang scheint es mir nach dieser Entdeckung wichtig festzuhalten, dass ich das immer noch nicht glaube, dass aber die Art und Weise, wie darüber gesprochen wird, weitaus offener ist als bei uns (ob nun Schweizer oder Deutsche – die “Revierstreitigkeiten” zwischen den Hemmungszonen dauern noch an :-))).

Danke für den Hinweis auf to-done.com an Dr. Stephan List



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Burn-out-Erfahrung und Erkenntnisse
7.03.2005, 13:00
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“Alle 2-3 Monate leuchtet WHOAMI auf meiner Konsole auf und ich begebe mich – Prozessor, Betriebssystem und selbst-analysierende Logik in einem – auf die Suche nach der Antwort, ....”

In diesem Kontext läßt uns das System auch an den Erkenntnissen teilhaben, die aus eigener Burn-out-Erfahrung entstanden sind und die m.E. klassische Reifungsergebnisse einer solchen erlebten Krise sind. Mit Genehmigung der Autorin, die auf e-stangl.at ihren Blick auf die Welt, das Leben, das Arbeiten und ihre Rolle reflektiert, darf ich aus ihrer Seite “Existieren” zitieren. Ganz herzlichen Dank dafür!

”..... Diese Erkenntnisse sind ja scheinbare Binsenweisheiten und trotzdem oder gerade deswegen nur auf dem harten Weg des eigenen Durchlebens zu lernen:

- Nicht alles, was man laut Feedback anderer “gut kann”, will man wirklich (Bsp: Meine Bezug zu Management-Funktionen).

- Auch Dinge, die man extrem gerne macht, kosten Energien und die Reserven sind nicht unerschöpflich.

- Es gibt immer kreativere Lösungen, als man in der verengten Perspektive einer Stress- / Panik-Situation sieht. Kreativ hinsichtlich: Arbeitszeiten, Definition der Job-Rolle(n) außerhalb von Standard-Kästchen, an den richtigen Stellen “fokussieren”, um die “Breite” unterzubringen etc.

- Fundamentale Erfahrung: “Zuzugeben”, eventuell die üblichen Höchstleistungen momentan nicht bringen zu können. Ergebnis: Unerwartet positiv-konstruktive Reaktionen ohne Mitleids-Touch. Weglassen von Perfektionismus …. und doch kommen die gleichen positiven Reaktionen wie immer. Man kann sich scheinbar bei objektiv hohem Leistungsdruck selbst noch immer am besten super stressen mit der Erwartungshaltung an sich selbst.

- Der Schlüssel liegt in der scheinbar paradoxen Akzeptanz der eigenen Grenzen (und auch dazu zu stehen ohne herumzureden) aber gleichzeitig die volle Verantwortung für die Entwicklung der eigenen Vision zu übernehmen (um niemand anderen mit der Opferrolle moralisch in Geiselhaft zu nehmen).

Ich habe erfahren, dass es einen Punkt gibt, an dem man “gerade noch” in der Lage ist, die eigene Situation auch anderen gegenüber so darzustellen, dass man gemeinsam eine sinnvolle Lösung findet. Das hat nichts mit Hilflosigkeit zu tun und wird auch von anderen durchaus als Stärke gesehen.

Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass offenes Aussprechen dieser vermeintlichen Schwächen zu einer Offenheit des Gegenübers führt. Auch und gerade in (Business-)”Umfeldern”, die theoretisch stark von Leistung, Sich-Beweisen-Müssen, Keine-Blöße-Geben etc. geprägt sind.

Deswegen bin ich immer skeptisch, wenn Diskussionen in die Richtung “private” und ”öffentliche” / “Business-”Rolle gehen. Ich versuche so viele Dinge zu verbinden, bin in unterschiedlichen Communities mit verschwimmenden Grenzen zuhause – mir wäre es schlicht zu stressig und faktisch unmöglich, in der einen Welt ein “Image” aufzubauen und in der anderen “privat” zu sein. “



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Neues bei den Erfahrungsberichten
22.09.2004, 00:09
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Ricarda Weissenberger hat – als Reaktion auf den Artikel “Endlich wieder arbeiten!” im DAK Magazin “Fit” (H. 3/2004, den ich online bisher leider nicht finden konnte) – ihre eigenen Erfahrungen mit dem Medizinischen Dienst ihrer Krankenkasse zusammengeschrieben und mich gebeten, diesen Brief zu den Erfahrungsberichten dazuzunehmen. Hier ist er.



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Neues vom student@ichkannsonichtarbeiten.net
3.09.2004, 12:33
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Vor einiger Zeit schrieb ich über Erfahrungsberichte im Bereich beruflicher Belastungen.
Jetzt: Good News! Die Gespräche über Belastungen im Studium gehen weiter. Der Student hat mittlerweile schon einige Zuschriften bekommen und ich freue mich sehr darüber, dass da ein Austausch stattfindet. Wie ich höre, ist das Thema Zeitmanagement von besonderem Interesse. Gern greife ich den Hinweis auf und verlinke auf das Uni Magazin online, das unter anderem einen schönen Artikel zum Thema “Hilfe bei Frust und Versagensängsten” bereithält.

Den Wunsch nach verbessertem Zeitmanagement sehe ich manchmal kritisch. Wenn der Zweck ein ausgewogenes Ganzes ist bzw. Zeitmanagement auch dazu dient, sich mal Freiräume, Pausen, Freizeit zu schaffen – prima. Zeitmanagement nur um noch mehr Leistung pro Zeit in einen ohnehin überfüllten Tag zu packen, ist aus meiner Sicht kontraproduktiv und bedenklich.



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Erfahrungsberichte - berufliche Belastungen und Burnout
9.07.2004, 11:02
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Sich beruflich belastet zu fühlen ist die eine Sache, das einzugestehen und darüber zu sprechen eine ganz andere. In einer Welt, in der allverfügbare Leistungsfähigkeit und Erfolg, Position, Status und finanzielle Potenz gesellschaftlich hoch gehandelt werden und vielerorts geradezu als Voraussetzung für die Akzeptanz eines Menschen gelten, läuft der, der seine Leistungsfähigkeit verliert und darüber spricht, Gefahr, isoliert zu werden. Gesellschaftliche Ächtung und der Fingerzeig auf den „Psycho“ nebenan sind häufig beobachtbare Phänomene. Daher macht das Thema Burnout vielen Angst.

Gleichzeitig führt aber die selbstgewählte Isolation – nicht darüber nachdenken und nicht darüber sprechen – direkt in die Sackgasse und lässt übersehen, dass die meisten Menschen um uns herum mit den gleichen oder ähnlichen Themen kämpfen und gute Ratgeber wären, wenn man sie denn befragen würde. Offenheit und Austausch über den persönlichen Umgang mit Stress und den alltäglichen Belastungen entsteht aber erst dort, wo Angst weniger wird. Bis heute gibt es in Deutschland nur wenige Menschen, die über Ihre Befindlichkeit im Zusammenhang mit Stress, beruflichen Krisen und Burnout unter Nennung ihres eigenen Namens berichten und auch wenige, die es anonym tun. Dieser Umstand war bedeutend für den Erfolg der früheren privaten Burnout-Seite Ichkannsonichtarbeiten.net, die jahrelang meine persönliche Burnoutgeschichte enthielt und ihre publikumsmagnetische Wirkung primär aus dieser Geschichte entfaltete. Sie war der Ausgangspunkt für die Entstehung vieler ganz persönlicher Mail- und Telefongespräche und insofern ein „Öffner“. Mit meiner Professionalisierung und Verselbständigung als Dienstleisterin im Bereich Burnout-Prävention ist sie in den Hintergrund getreten. Jetzt geht es nicht mehr um mich, sondern um meine Kunden. Umso wichtiger ist es mir, dass das Erzählen von Geschichten weitergeht und dadurch Gespräche in Gang kommen. Ich freue mich riesig darüber, dass ich zwei Menschen dafür gewinnen konnte, ihre Erfahrungen für andere zugänglich zu machen und ich hoffe, dass weitere nachfolgen werden (->Mailt mir oder schreibt hier Kommentare)

Was mir ein Zahnarzt über seine berufliche Krise erzählte, habe ich für ihn aufgeschrieben und mit seiner Erlaubnis online gestellt. Die Geschichte zeigt, dass wirksame Lösungen für Belastungsprobleme häufig sehr individuell sind.

Die Verbindung zu einem Student, der in der Examensphase in Schwierigkeiten steckte, besteht schon sehr lange. Wer gern Kontakt mit dem Autor aufnehmen möchte – die Mailadresse befindet sich unter dem Bericht.

Über seine Erfahrungen berichtet auch Alexander Tomiczek, der im Raum Köln eine Selbsthilfegruppe Burnout-Betroffener ins Leben rief und mittlerweile schon beachtliche Medienwirkung erreicht. Diese Woche war er im ZDF zu sehen.

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