Völlig humorlos bin ich
und toternst gegenüber so was: Waaaaaahnsinnig witziger Novell-Werbespot, der aus abgegriffenen Gruppentherapie-Klischees einen Waaaaahnsinns-Schenkelklopfer macht. Möge die Dumpfheit eines Tages verenden.

via akademix
Nicht mehr zeitgemäß in einer Zeit, in der selbst WiWo-Blogger nach des deutschen Mannes Krankheitsursachen fragen….
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grobe Vereinfachung
Philosophie zum Einfachen
Anläßlich meiner neueingeführten Kategorie “grobe Vereinfachung” kommt mir doch zum Begrübeln “Das Einfache in 9 Thesen” gerade recht! In dieser Quelle kann ich allerdings nur 6 Thesen lesen (technisches Problem?)
via Rolf Langhoff. Und dort sind es ein paar mehr…
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grobe Vereinfachung
Coaching - Machbarkeitswahn und Menschenbilder
Neulich beteiligte ich mich in einem Forum an einer Diskussion zum Thema Coaching, die von einem “potenziellen Kunden” gestartet worden war, mit dem Ansatz Ihr-Heerscharen-der-Coaching-Industrie-rechtfertigt-Euch-wem-ihr-Nutzen-bringen-wollt. Im Verlauf der Diskussion konnte man viel über Vorbehalte und Vorurteile Coaches gegenüber lernen. Qualität im Coaching und die Schwierigkeit, einen seriösen, passenden Anbieter aufzufinden, ist daher nach wie vor hochaktuell. Ich schrieb damals mit Bezug auf die vorgebrachten Misstrauens-Voten der Diskussionsteilnehmer u.a. folgendes:
” Für seriöse Anbieter gilt, dass sie in der Regel spezialisiert sind und nicht den Anschein erwecken wollen, allgemein für alles kompetent zu sein. Sie nehmen nicht jeden Auftrag an, sorgen für Transparenz im Prozess, statt wild und subversiv zu manipulieren und sie sind darauf bedacht, sich selbst überflüssig zu machen und nicht darauf, die Beratungsbeziehung langfristig zu zementieren. Auch betätigen sie sich nicht als vertriebliche “Hausierer”, Psychohexer oder Esoterik-Gurus. Sie sind kein Mutter- oder Partnerersatz und keine Problemabnehmer und schon gar nicht jemand, der einen “umdreht” oder “wir haben uns alle lieb” propagiert. Sie versprechen nicht von vornherein das Blaue vom Himmel (viel mehr von… Steigerung von ....glücklicher als… Lösung sämtlicher Probleme), ....”
” Wobei…. die extremen Leistungsversprechen mancher Anbieter haben auch einen Markt. Mich, die ich mich mit der Unterstützung von Menschen beim ERHALT ihrer Leistungsfähigkeit beschäftige, macht es immer wieder nachdenklich, dass so viele auf leicht-anmutende “Tuning”-Angebote stehen – mehr, mehr, mehr! Der Coach als Turbo-Pille? Wohl eher selten.”
Insofern paßt Christopher Rauens Beitrag zu “Machbarkeitswahn und Menschenbilder” im aktuellen Coaching-Newsletter hervorragend – ebenfalls an der Schnittstelle zwischen geradezu sensationellen Erfolgsversprechen mancher Coaches und potentieller Kundschaft, die zu Recht vorurteilsbezogen auf die Schar der Coaching-Anbieter reagiert:
“Das Perfide bei einer “Beratung”, die ein “alles ist möglich, wenn man nur will” suggeriert, ist: Ein Misserfolg kann scheinbar eindeutig zugewiesen werden. Der Klient ist schuld, er hat nur nicht genug gewollt. Somit ergibt sich die Notwendigkeit, sich noch mehr Mühe zu geben und noch mehr Beratung in Anspruch zu nehmen. Eine reflektierte Vorgehensweise sieht anders aus. “Schon die alltägliche Lebenserfahrung zeigt, dass für viele Menschen aus unterschiedlichsten Gründen Versagen zum Alltag des Lebens gehört. Vorzugeben, jeder bzw. jede könne alles erreichen, was er bzw. sie sich vorstellt, ist abwegig.” (Keden, 2002, S. 35). ....
... sind die eingangs dargestellten Formulierungen bei näherer Betrachtung durchaus bei der Auswahl passender Coaching-Angebote hilfreich – allerdings anders, als sich dies entsprechende Anbieter vorgestellt haben dürften. Wer deutliche Hinweise auf mangelnde Authentizität und Reflexionsvermögen eines Coaching-Anbieters sucht, findet diese z.B. in folgenden Punkten:
- Erfolgsversprechen bzgl. Perfektionsphantasien
- Überidealisierungen und Schönungen
- Vereinfachungen, Ausklammern von Mehrdeutigkeiten
- Machbarkeitsideologien und vorgetäuschte Konfliktfreiheit”
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5 Tips how to…. und Frustration
Ganze Batterien Ratgeberliteratur gewälzt und durchgearbeitet…. Aber geändert hat sich nichts….
(“Irgendwie bin ich nicht fähig, das so durchzuziehen, wie es da steht…”)
Das höre ich so oft, dass ich hiermit wage zu verallgemeinern: Die wenigsten Menschen bringen größere angestrebte Veränderungen nur mithilfe eines Buchs fertig. Ratgeber geben allgemeine Hinweise an eine breite Leserschaft und meist gehen “machdocheinfachdies” und “dumußthaltnurhierso” an den individuellen Gegebenheiten und Hemmnissen vorbei. Die Sache ist meist einfach ein wenig komplizierter als how-to-in-5-steps, aber nicht kompliziert genug um unmöglich zu sein. Gesellschaftliche Simplifizierungstrends in Ehren… wenn der Wunsch nach einer einfachen Lösung nicht erfüllt werden kann, kann man es mit Einstein halten:
“Mache die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher!”
Nicht frusten lassen und ggf. ein Coaching in Erwägung ziehen. Auf jeden Fall nicht nachlassen, bevor die Veränderungs-Mittel ausgeschöpft sind!
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