Stephanie Dann Burnout-Prävention
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Coaching, Burn-out-Prävention - FAQ -

Achtung! Ich habe meine Tätigkeit als Beraterin für Burn-out-Prävention im Mai 2012 wegen Auswanderung aufgegeben!

Was verstehen Sie unter beruflichen Belastungen, Arbeitsbelastungen?

So verschieden wie die Menschen sind die beruflichen und/oder privaten Umstände, die sie persönlich belasten. Ebenso zahlreich sind die Gründe, warum nun gerade dieser eine Mensch unter einer bestimmten Bedingung "unter Last" gerät, und ein anderer unter der gleichen Bedingung nicht.

Stichworte für von vielen als belastend empfundene Umstände in der Arbeitswelt sind zum Beispiel:
schlechtes und intrigenbelastetes Betriebsklima, wenig tragfähige Beziehungen am Arbeitsplatz und fehlende soziale Unterstützung, zu großes Arbeitspensum und Zeitdruck, Arbeitsverdichtung, wiederkehrende organisationale Veränderungen durch Reorganisation, Outsourcing etc., mangelnde Kollegialität, Konflikte und Mobbing, fehlende Unterstützung durch Vorgesetzte, Arbeitsplatzunsicherheit und Personalabbau sowie existenziellen Ängsten, Projektarbeit in wechselnden Teams / Flexibilisierung allgemein, steigender Wettbewerbsdruck zwischen Unternehmen, aber auch Mitarbeitern, wachsende Komplexität der Arbeitsabläufe, Unternehmenskrisen, Überforderung oder Unterforderung. Private Belastungen kommen natürlich noch hinzu - so zum Beispiel Konflikte mit dem Partner, Krankheit in der Familie, finanzielle Schwierigkeiten etc.

In der Folge entsteht neben wachsender Unsicherheit und Ängsten Stress. Wie der Einzelne auf diese Belastungen reagiert und inwieweit die vorhandenen Bewältigungsmaßnahmen ausreichend sind, hängt von seinen individuell verfügbaren Fähigkeiten und Ressourcen ab und spielt u.a. eine Rolle bei der Entstehung von Burn-out. Ich spreche von Belastungen, wenn eine Person sich subjektiv belastet fühlt - was immer es ist.



Wie ausgebrannt muss ich denn sein, um zu Ihnen zu kommen?

Ein häufiges Mißverständnis! Die Antwort lautet: überhaupt nicht. Wenn Sie tatsächlich bereits tief in einer Burnout-Krise stecken, werden Sie in der Regel therapeutische und/oder medizinische Unterstützung benötigen. Mein Angebot hat in erster Linie präventiven Charakter. Es soll Sie also darin unterstützen, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wo Sie im Moment stehen, finden wir es gemeinsam heraus. Daneben berate ich Angehörige Burnout-Betroffener und auch ehemals Burnout-Betroffene, die sich in bezug auf ihre berufliche Situation ein regelmäßiges Coaching wünschen.

Liegt Burn-out daran, dass man zu viel arbeitet? Empfehlen Sie mir dann für viel Geld, dass ich weniger arbeiten soll?

Das wäre zu einfach. Beim Wiederaufbau nach dem Krieg haben alle unglaublich viel gearbeitet und das Thema Burn-out war damals keines. Insofern scheint viel Arbeit keine ausreichende Erklärung zu sein und weniger arbeiten kein ausreichender Lösungsansatz. Burnout hat manchmal sehr wenig mit der Arbeitsmenge zu tun.

So gibt es Menschen, die mit Spaß und Wohlbehagen sehr viel arbeiten und dabei dauerhaft zu höchsten Leistungen fähig sind, aber auch Burn-out-Betroffene, die vor Eintritt der Krise an Unterforderung und/oder dem Mangel an aus ihrer Sicht sinnvoller Arbeit litten. Demzufolge empfehle ich Ihnen nicht grundsätzlich, weniger zu arbeiten.

Wenn sie viel arbeiten und sich dadurch belastet fühlen, interessiert mich dann vielleicht eher, warum. Weil es großen Spaß macht? Weil in Ihrem Unternehmen niemand vor 21 Uhr nach Hause geht? Weil Sie so viel Arbeit haben, dass sie sie nur durch regelmäßige Überstunden bewältigen können? Weil Sie nicht wirklich gut organisiert sind und daher oft "nacharbeiten" müssen? Weil Sie sich privat in einer unglücklichen Situation befinden und daher arbeiten, um sich abzulenken? Weil Sie ohne schlechtes Gewissen nicht anders können? Die Gründe und die Motivationslage spielen für die Wirkung von "viel Arbeiten" eine wichtige Rolle.

Woher weiß ich, ob Burnout-Prävention für mich richtig ist?

Wie verschiedenste Studien in den letzten Jahren gezeigt haben, ist der Anteil der krankheitsbedingten Fehlzeiten, der auf psychische Belastungen bei der Arbeit zurückzuführen ist, enorm gestiegen. Ebenso die Zahl der Burn-out-Betroffenen und derjenigen, die aufgrund eines solchen Leidens oder anderer psychischer/psychosomatischer Erkrankungen frühverrentet werden. Es ist daher angemessen, von einem Berufsrisiko zu sprechen.

Insofern sind für jeden arbeitenden Menschen drei Dinge sehr wichtig:

Unabhängig davon, welchen Beruf Sie ausüben, möchte ich Ihnen daher nahelegen, sich mit dem Thema Burnout-Prävention zu beschäftigen, und zwar umso mehr, je mehr Sie sich im Job belastet fühlen und je mehr Sie sich mit Ihrer Arbeit identifizieren.

Welche Berufsgruppen beraten Sie?

Alle. Burn-out ist zwar zuerst bei sozialen Berufen entdeckt und beschrieben worden, aber keinesfalls auf diese beschränkt. Burn-out-Forscher haben unterschiedlichste Berufsgruppen untersucht, so zum Beispiel Sozialarbeiter, Drogenberater, Krankenschwestern, Organisationsberater, Trainer, Mediziner, Zahnmediziner, Lehrer, Rechtsanwälte, Manager... Die Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass es sich nicht um eine berufsgruppenspezifische Erkrankung handelt, wenn auch die Belastungen von Beruf zu Beruf sehr unterschiedlich sein können. Insofern sind mir alle Berufsgruppen herzlich willkommen. Rufen Sie mich einfach an, wenn Sie weitere Fragen haben. Ich freue mich.

Was, wenn ich zu keiner der Berufsgruppen gehöre, für die Sie Workshops anbieten?

Verschiedene Möglichkeiten: Wenn Sie zum Beispiel einen speziell auf die Bedürfnisse von Zahnmedizinern, Grafik Designern, Studenten, Architekten oder Kantinenmanager zugeschnittenen Burn-out-Präventionsworkshop besuchen möchten und drei oder mehr Mitinteressierte in Ihrem beruflichen Umfeld haben, machen wir einen - nach ausführlichem kostenfreiem Vorgespräch. Die Mindestteilnehmerzahl ist immer vier. Oder Sie sprechen mich in bezug auf eine persönliche Burn-out-Beratung an, bei der wir gezielt auf Ihre berufliche Situation eingehen und Ihr persönliches Gefährdungspotenzial ermitteln.

Gibts Beratung auch für Privatpersonen?

Ja, sogar hauptsächlich. Mir ist es wichtig, Burn-out-Prävention für jeden verfügbar zu machen, unabhängig davon, ob der Arbeitgeber Entsprechendes anbietet.

Beraten Sie auch im Unternehmen?

Ja. Ich biete verschiedene Dienstleistungen für Unternehmen an, die beispielsweise an der Reduktion von Fehlzeiten oder der Mitarbeiterfluktuation arbeiten oder sich mit dem Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement beschäftigen. Zunächst sind da die Workshops zu nennen: Burn-out-Prävention für Mitarbeitende und Workshops spezielle für Menschen, die innerhalb einer Organisation mit Burn-out bei Mitarbeitenden konfrontiert sind, z.B. Führungskräfte, Personalabteilung, Head of Health, Gesundheitszirkel, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Betriebsarzt, Sozial- und Suchtberater, Betriebsrat.

Auch Einzelberatung für Mitarbeiter mit Belastungen ist möglich. Weitere Möglichkeiten sind Betriebsklimaanalyse, Mitarbeiterbefragungen zum Beispiel im Hinblick auf die Arbeitszufriedenheit, Belastungsmomente und Burn-out-Gefährdungspotenziale in der Organisation. Wenn Sie dies wünschen, begleite ich Sie im Anschluß gern bei der Planung und Umsetzung von Veränderungen im Unternehmen.

Wie und mit welchen Methoden arbeiten Sie?

Das ist sehr verschieden... Ein Teil meiner Tätigkeit entfällt auf die Informationsvermittlung in bezug auf Stress und Burn-out, ist also lehrend. In der persönlichen Beratung und im Coaching begebe ich mich so weit wie möglich in die Welt meines Klienten hinein und arbeite zunächst mit Fragen, gutem, genauem Zuhören, Feedbackgeben und gesundem Menschenverstand. In Gesprächen schreibe und zeichne ich viel. Ich bin ein Fan davon, Beziehungsstrukturen auf dem Papier sichtbar zu machen und damit Klarheit zu erzielen. Weiterhin arbeite ich mit klassischen Coaching-Techniken wie Systemischem Fragen, Aspekten aus der Kommunikationspsychologie, der Arbeit an Glaubenssätzen u.ä, aber zum Beispiel auch mit Metaphern oder Geschichten, wo dies nutzbringend geschehen kann. Ich lege im Interesse des Vertrauensverhältnisses zu meinen Klienten Wert darauf, diese vorab darüber zu informieren, was ich tue und warum, wenn ich eine bestimmte Technik einsetzen möchte. Transparenz im Beratungsprozess ist oberstes Gebot.

In den Workshops finden sich unterschiedlichste Übungen für die Teilnehmer, zum Beispiel verwende ich Brainstorming-Techniken. Im Bereich der Burn-out-Gefährdungsanalyse und bei der Strategieentwicklung mit dem Teilnehmern setze ich u.a. das Salutogenese-Konzept ein. Wieder andere Methoden kommen bei der Beratung von Unternehmen zum Einsatz. So zum Beispiel statistische Methoden, verschiedene Befragungstechniken und Analysemodelle im Fall einer Studie zur Burn-out-Gefährdung im Unternehmen.

Ist das, was Sie machen, Psychotherapie?

Nein. Ich bin zwar psychologisch ausgebildet, verstehe ich mich aber ausschließlich als Beraterin. Ziel der Beratung ist es, partnerschaftlich an einem Thema des Klienten zu arbeiten oder anders ausgedrückt: Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. In bezug auf das Burn-out-Syndrom pflege ich darüber hinaus den Kontakt zu Kollegen und Kolleginnen, die heilkundlich tätig sind, mit dem Ziel eines Informations- und Erfahrungsaustauschs.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Therapeuten sind, könnten Sie mal im Servicebereich von ichkannsonichtarbeiten.net schauen.

Ist Telefonberatung möglich? Muss ich zu Ihnen nach Rüsselsheim kommen?

Nein, nicht unbedingt. Für eine längere Coaching-Sequenz bietet es sich an, sich persönlich kennenzulernen und dann auch hier oder bei Ihnen vor Ort (Reisekosten) zu arbeiten. Viele Dinge lassen sich aber auch in einer kurzzeitigen oder auch einmaligen Beratung klären. Ich biete deswegen für Menschen weiter weg auch Telefonberatung nach Terminabsprache an.



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